80 Jahre Pfarrkirche St. Barbara - Die Geschichte

 
 

Anfangs der 1920er-Jahre wurde die bestehende Kirche St. Barbara für die wachsende Pfarrei wiederum zu klein. Doch mit Umbau und Renovation musste man sich noch einige Zeit gedulden - auch beeinflusst durch die eingebrachte Frage nach einem neuen Platz. «Gut Ding will Weile haben». Die Weile jedoch wurde im Jahre 1927 zur Dringlichkeit. Ein grausames Hagelwetter setzte der Kirche mit gewaltigen Schäden zu. Es musste gehandelt werden!

 

 
 

Die «neue» Kirche

Grosse Mehrheit stimmte Mitte Juni 1932 dem Projekt mit An- und Umbau der beiden Architekten Gerster/Meyer zu. Eine Kirchenbaukommission, bestehend aus 20 Mitgliedern unter dem Präsidium von Pfarrer Leo Birrer, begleitete das Vorhaben mit grossem Engagement. So konnte 1934 ein gefreutes Werk eingeweiht werden. Begleitet von Stolz: «Die finanziellen Opfer waren gross. Arm und reich, gross und klein hat freudig sei Scherflein beigetragen. Das Werk ist ohne fremde Hilfe aus der Gemeinde herausgewachsen» berichten Aufzeichnungen. Am Bau hätten zeitweise 50 bis 60 Mann gearbeitet. Darunter sämtliche Arbeitslosen der Gemeinde für kürzere oder längere Zeit. Der Bau kam auf leicht über 300'000 Franken zu stehen.

 

 
 

Kirchweihe

Die Festfreude am 11. November 1934 war unbeschreiblich gross und nachvollziehbar, was der eingefügte Passus «Nun klinget, ihr Glocken, was klingen mag» in der Zeitungs-Sonderausgabe verdeutlicht. Bis ins kleinste Detail wurde der Ritus einer Kirchweihe beschrieben und erklärt.

Bischof Dr. Josephus Ambühl reiste nach Rothenburg und weihte die Kirche St. Barbara in einem Festgottesdienst ein. Ein grosser Tag für die Pfarrei und die ganze Bevölkerung feierte mit.

 

 
 

Weitere Schritte der Veränderung

Die Jahre liessen die Pfarrkirche aus kirchlicher und liturgischer Perspektive nicht unberührt. Äusserlich präsentiert sie sich fast unverändert. Hingegen hat der innere Kirchenraum ein wesentlich anderes Aussehen erhalten. Mit der ersten Innenrenovation von 1977/78 bekam insbesondere der Chorraum den neuzeitlich ausgerichteten Charakter.

 

 
 

Orgelumbau

Ein weiterer Akzent wurde 1996 mit einer neuen Orgel kirchenmusikalisch gesetzt. Ein Projekt, bei dem auch viele Freiwillige anpackten und mithalfen. Mittlerweile dient die Pfarrkirche regelmässig auch kulturellen Veranstaltungen als Aufführungsort.

 

 
 

Ein weiterer Umbau

In einer zweiten Innenrenovation (2005/2006) wurden auch die Seitenkapellen neuen Bestimmungen zugeführt und der Kirchenraum ebenfalls neuen Gegebenheiten angepasst. Die Heizung wurde saniert und ein neuer Taufstein erstellt.

 

 
 

Festliche Höhepunkte

Nebst den markanten Kirchenfesten war die Pfarrkirche auch Mittelpunkt weiterer Höhepunkte. Zu nennen sei als wohl Einmaligkeit die Priesterweihe im Jahre 1966, als zwei unserer Mitbürger (Moritz Bühlmann und Benno Graf) zum Priester geweiht wurden. Unter den sechs Neupriestern auch Gerold Beck, der spätere Pfarrer von Gerliswil. An dieser Stelle aber auch erwähnenswert, dass über Jahre aus unserer Pfarrei einige hier ihre Primiz feierten. Hohen Besuches erfreute sich die Pfarrei, als Bischof Kurt Koch die Pfarrkirche nach der Innenrenovation 2006 neu einsegnete.

 

 
 

Verdienstvolle Kirchenleute

Das Pfarreileben von St. Barbara haben engagierte Pfarrherren und Kirchenleute geprägt und führen dies heute ebenso weiter. In den acht Jahrzehnten leiteten vier Pfarrherren das kirchliche Leben: Leo Birrer (damals auch Präsident der Kirchenbau-kommission), Josef Steiger, Alfred Stuber und bis Sommer 2014 Josef Mahnig. Ihnen standen je nach Zeitabschnitten auch Kaplane, Katecheten und Pastoralassistenten und Resignate tatkräftig zur Seite.

 

 
 

Jubiläumsjahr

Im November 2014 hat die Pfarrkirche ihren 80. Geburtstag. Es darf gefeiert werden. Dies wird im Jubiläumsjahr von November 2014 bis November 2015 zum Ausdruck gebracht. Pfarreiliche Gruppierungen laden zu verschiedenen Anlässen ein. Ganz nach dem Motto „Du bist willkommen“ sind jedermann und jedefrau herzlich eingeladen mitzumachen.

 

 

Text: Kurt Bernhard

Fotos: Familienarchiv Kurt Bieri/Pfarreiarchiv

 

 
 

Infos zum Jubiläumsjahr

 

 

 

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