Die Kapelle Rüeckringen 

Im Jahre 1108 wurde die Pfarrkirche Rüeggeringen, die am Platz der heutigen Kapelle stand, durch den Bischof von Konstanz eingeweiht. Anfangs des 18. Jahrhunderts wurde die Verlegung in den Flecken Rothenburg gefordert und an deren Stelle wurde ein „Gebeinhäuslein" errichtet. Im Jahre 1839 stiftete Landwirt Mathias Stirnimann die heute noch existierende Kapelle. Nehmen wir an, dass er auf seinem Kirchweg von der Ottenrüti in den Flecken manchmal überlegte, dass an der historischen Stätte der ersten Pfarrkirche ein gebührendes Denkmal in der Form einer richtigen Kapelle stehen sollte und nicht nur ein schäbiges „Gebeinhäuslein". Im Chor der Kapelle stand ein hölzerner Altar mit dem Bildnis der heiligen Barbara (oder Katharina?), links der Taufstein aus der ehemaligen Pfarrkirche.

1985 erhielt die Kapelle eine wertvolle Ergänzung durch einen Dachreiter mit einer privat gestifteten Glocke. Seither erklingt jeden Abend wieder die Betzeitglocke.

Im Jahre 2002 wurde der Eingang überdacht und der Innenraum zum heutigen Andachtsraum umgestaltet. Der Taufstein in der Mitte stammt aus der ehemaligen Pfarrkirche, die 1729 abgebrochen wurde, das Altarbild hängt nun auf der linken Seite, das Kreuz und die Statue von Bruder Klaus stammen aus dem Kirchenschatz der Pfarrei.

Die Kapelle Rüeckringen erinnert an den Sandort der ehemaligen Pfarrkirche. Sie lädt ein zu stiller Einkehr. Gottesdienste finden in der Kapelle keine statt.