Pfarreiwallfahrt nach Flüeli-Ranft

 
 

Eine schräge und verrückte Sache!

 

Nach vielen Jahren Pause hat das Pfarreiteam wieder zu einer Pfarreiwallfahrt geladen. Für die einen war es vielleicht eine etwas verrückte und schräge Idee, diese alte Tradition wieder aufzunehmen, doch das gemeinsame Unterwegssein in der Natur zu einem Pilgerort bringt nicht nur den Körper in Bewegung, sondern auch das Herz und unsere Beziehung zu Gott. Nicht zuletzt dank viel Wetterglück ist dieses "verrückte" Projekt bei seiner ersten Durchführung gelungen.

 

600 Jahre Bruder Klaus

 

Zum Abschluss des letztjährigen Bruderklausen-Jahres war Flüeli-Ranft das Ziel. Von der dreissigköpfigen Pilgergruppe wurden ganz unterschiedliche Pilgerwege genutzt: Die einen fuhren per E-Bike die ganze Strecke von Rothenburg bis nach Flüeli-Ranft und wieder zurück. Andere reisten mit dem ÖV an oder pilgerten über den Visionenweg Richtung Ranft, wo vor 601 Jahren unser Landespatron das Licht der Welt erblickt hat.

 

Die Palme und der Stein

 

Nach Impulsen unterwegs traf sich die ganze Pilgerschar in der unteren Ranftkapelle zum gemeinsamen Gottesdienst, der von der Liturgiegruppe und einem Flötenensemble mitgestaltet wurde. Durch die Feier begleitete die Pilgergemeinschaft das Symbol des Steins und die Geschichte der Palme, die zusammen mit einem schweren Stein in die Höhe gewachsen ist. Steine aus der Melcha liessen die Mitfeiernden über das Schräge und "Ver-rückte" im eigenen Leben nachdenken. Jeder Stein ist eigen und etwas schräg, doch beim genauen Hinschauen liess sich manch schönes Muster entdecken. Es kann also durchaus sinnvoll sein, den Herausforderungen und dem Schrägen im Leben nicht aus dem Weg zu gehen, dann kann wie bei Bruder Klaus und seiner Suche nach der eigenen Berufung Grosses wachsen.

 

Nach der Feier erwartete die buntgemischte Pilgerschar ein stärkendes Mittagessen, bevor sich alle auf den Rückweg nach Rothenburg begaben.