Beerdigungsgottesdienst und Bestattung

Sie haben es wahrscheinlich auch schon erlebt! Plötzlich bricht der Tod in unser Leben ein. Gerade wenn jemand aus dem Kreis unserer nächsten Angehörigen stirbt, machen wir diese Erfahrung besonders schmerzlich. So gehört es zu unserem Leben untrennbar dazu, dass wir dem Tod begegnen.

In dieser Situation möchte Ihnen die Kirche helfen. Wir sagen nicht nur, dass das Sterben eben zum menschlichen Leben mit dazu gehört. Mehr noch: Als Christen glauben wir, dass wir Menschen auch in der Situation des Todes und des Abschieds nicht ohne Trost und Geborgenheit sind.

Vielleicht kennen Sie die folgenden Sätze aus einem bekannten Psalm: "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück, Dein Stecken und Stab, die trösten mich." (Psalm 23, "Der Herr ist mein Hirte"). Diese Worte aus der Bibel bringen unseren Glauben zum Ausdruck: Auch im Falle des Todes werden wir nicht ohne Trost und Geborgenheit sein. Mit den Diensten, die wir von der Kirche Ihnen im Todesfall anbieten, verleihen wir diesem Glauben einen glaubwürdigen, erfahrbaren Ausdruck. In diesem Sinn und Geist möchten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche Sie begleiten, wenn Sie von einem nahen Menschen Abschied nehmen müssen. In diesem Informationstext sagen wir Ihnen, was Sie nach einem Todesfall tun müssen und auf welche Hilfe der Kirche Sie dabei konkret zählen können.

Wenn jemand gestorben ist

Wenn jemand zuhause gestorben ist, muss dies dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden. Denn der Arzt hat den Tod zu bestätigen. Er stellt die Todesbescheinigung aus, die Sie dann auf dem Bestattungsamt der Gemeinde bei der Meldung des Todesfalles brauchen.

Stirbt der Angehörige im Spital, dann erhalten Sie die nötigen Unterlagen von der Spitalverwaltung. Sie müssen im Spital zunächst die sogenannten Austrittsformalitäten erledigen. Dabei erhalten Sie den Totenschein. Beim Tod durch Unfall oder Suizid muss die Polizei beigezogen werden.

Kontakt mit dem Pfarramt

Nach dem Tod eines Angehörigen nehmen Sie möglichst rasch mit dem Pfarramt (Tel. 041 280 13 28) Kontakt auf. Dort wird (im Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung) der Zeitpunkt für den Beerdigungsgottesdienst festgelegt. Beim nächstmöglichen Gottesdienst wird der Tod eines/einer Pfarreiangehörigen am Schluss "verkündet" und anschliessend läuten die Kirchenglocken.

 

 Mögliche Zeiten für Beerdigungsgottesdienste
 Montag   in der Regel keine Beerdigungsgottesdienste
 Dienstag  09.30 oder 10.15 Uhr
 Mittwoch  09.30 oder 10.15 Uhr (der Werktagsgottesdienst um 09.00 Uhr entfällt)
 Donnerstag  09.30 oder 10.15 Uhr
 Freitag  09.30 oder 10.15 Uhr
 Samstag  09.30 oder 10.15 Uhr

 

Weitere Hinweise:

  • Bei einer Erdbestattung muss die Feier um 09.30 Uhr beginnen, bei einer Urnenbeisetzung sind beide Zeiten um 09.30 und 10.15 Uhr möglich.
  • Für den Gottesdienst stehen die Pfarrkirche St. Barbara und die Kirche Bertiswil zur Verfügung. Letztere bietet Platz für rund 100 Personen.
  • Die Bestattung auf dem Friedhof Bertiswil findet jeweils im Anschluss an den Gottesdienst statt.
  • Auf dem Pfarramt erfahren Sie auch, welcher Seelsorger die Gestaltung des Gottesdienstes und die Bestattung übernimmt. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass im Sinne einer vernünftigen Aufgabenverteilung auch die Gestaltung von Beerdigungsgottesdiensten unter den Seelsorgern aufgeteilt wird.
  • Im Gespräch mit dem Seelsorger wird die Gestaltung des Gottesdienstes besprochen. Für die musikalische Mitgestaltung bietet sich der Barbara-Chor an. Sie haben auch die Möglichkeit, die musikalische Gestaltung selber zu organisieren. Die Pfarrei stellt den Organisten unentgeltlich zur Verfügung.

Kontakt mit dem Bestattungsamt (Gemeindeverwaltung, Tel. 041 288 81 11)

Alles, was über die Gestaltung des Beerdigungsgottesdienstes und der Bestattung hinausgeht, wird mit dem Bestattungsamt auf der Gemeindeverwaltung besprochen. Sie geben dort an, ob Sie Erdbestattung oder Kremation wünschen. Ferner haben Sie die Wahl, sich für ein Reihengrab, ein Familiengrab oder das Gemeinschaftsgrab (nur Urnen) zu entscheiden.

 

Damit die Toten nicht vergessen gehen (Dreissigster, Jahresgedächtnis)

In der kath. Kirche kennen wir den sog. "Dreissigsten", d.h., dass sich etwa dreissig Tage nach dem Tod die Angehörigen (und oft auch solche, die an der Teilnahme bei der Beerdigung verhindert waren) nochmals zu einem Gottesdienst (meist am Samstagabend) versammeln. Das Datum wird bei der Festsetzung des Beerdigungsgottesdienstes auf dem Pfarramt festgelegt. Der Gottesdienst zum Dreissigsten ist ein Pfarreigottesdienst zum entsprechenden Tag des Kirchenjahres, jedoch wird der Name der verstorbenen Person am Anfang erwähnt. Anschliessend besuchen die Angehörigen das Grab und treffen sich meist zu einem Imbiss. Der Dreissigste schliesst die erste Trauerphase ab, der Alltag kehrt wieder ein. Ein sinnvoller Zeitpunkt, um nochmals zusammenzukommen.

Ebenfalls ein sinnvoller Brauch ist es, jährlich an verstorbene Angehörige zu denken. Dazu dient das Jahresgedächtnis. Es kann an einem beliebigen Gottesdienst ausser am Sonntagmorgen gehalten werden. Die Namen derer, für die das Jahresgedächtnis gehalten wird, werden im Pfarreiblatt veröffentlicht und zu Beginn des Gottesdienstes erwähnt. Sie haben zwei Möglichkeiten:

a) die Jahrzeitstiftung für 10, 15, 20 oder 25 Jahre: Sie bezahlen einen einmaligen Betrag und können das Gedächntis auf einen bestimmten Tag (z.B. dritter Samstag im Mai) für den entsprechenden Zeitraum fest-legen.

b) Das Jahresgedächtnis: Sie melden sich jedes Jahr mindestens einen Monat im Voraus beim Pfarreisekretariat und legen das Jahresgedächtnis fest.

 

Das Gedächtnis für die Verstorbenen hat auch in einer Wortgottesfeier seinen berechtigten Platz. Ein Messstipendium kann aber, wie der Name sagt, nur in einer Messe erfüllt werden. Die mit einem Messstipendium verbundene Verpflichtung wird daher bei einer Wortgottesfeier an einen Priester weitergegeben, der anderswo eine heilige Messe im Sinne des Stifters, beziehungsweise der Stifterin, feiert.